Welche Sauna soll ich kaufen? – 10 Profi-Tipps zum Saunakauf

Tipps vom Profi für die Anschaffung einer Sauna

Saunieren hat eine jahrhundertelange Tradition. Die gesundheitlichen, physischen und psychischen Aspekte sind überzeugend. Immer mehr Menschen wollen diesen Luxus auch zuhause genießen. Damit die Anschaffung auch noch in einigen Jahren für Freude sorgt, sollten vor dem Kauf einige Kriterien berücksichtigt werden. Jetzt die Antwort auf „Welche Sauna soll ich kaufen?“ finden!

Auswahl des richtigen Saunamodells

Welche Sauna sich am besten eignet, hängt von den Saunagewohnheiten, vom vorhandenen Platz und natürlich auch vom Budget ab. Im Anschluss werden kurz die fünf gängigsten Modelle und ihre Eigenschaften dargestellt.

Gemeinsames Entspannen in der finnischen Sauna

Gemeinsames Entspannen in der finnischen Sauna

1. Elementsauna

Die Elementsauna ist mit relativ dünnen Außenwänden ausgestattet. Von innen wird ein Holzrahmen mit einer Dampfspeere aus dünnem Aluminium und mit nichtbrennbarer Mineralwolle als Dämmstoff versehen und beidseitig verkleidet. Außen kommen dabei Holzwerkstoffplatten zum Einsatz, die beispielsweise mit Kunststofffolie überzogen sind. Innen besteht die Verkleidung aus Holz, meisten Profilholz aus der nordischen Fichte.

Durch die dünne Holzschicht erfolgt innen eine schnelle und harte Wärmeabstrahlung, dadurch ist die Oberflächentemperatur entsprechend heiß. Die kurze Aufheizzeit, die Lieferung in Fertigbauteilen und eine große Auswahl an Modellen sind bei den Vorteilen der Elementsauna zu nennen.

  • Bei der Montage ist jedoch große Sorgfalt geboten. Auch wenn der Bausatz vorgefertigt ist, muss der gedämmte Rahmen zwingend fachgerecht abgedichtet werden, um seine Funktionalität nicht zu verlieren.
  • Bei einer Elementsauna liegen die Kosten etwa bei 1200 bis 1700 Euro. Modelle die aus vielen Einzelteilen bestehen sind ein wenig günstiger, der Aufbau erfordert aber auch einiges an handwerklichem Geschick. Die Varianten aus Fertigbauteilen haben einen höheren Preis.

2. Massivholzsauna

Massivholzsaunen verfügen nicht über Dampfspeere und Dämmschicht, sondern aus naturgewachsenem Holz. Dadurch ist die Wärmespeicherung besonders hoch und es entsteht eine weichere und sanftere Abstrahlung der Wärme. Dabei erhitzen die Innenseiten nicht allzu stark. Vorteilhaft bei einer Massivholzsauna ist auch, dass durch die langsame Erwärmung und die Masse holzeigene Inhaltsstoffe freigesetzt werden, die einen charakteristischen Geruch erzeugen.

  • Die Wärme wird in einer Massivholzsauna beim Saunieren gleichmäßig und schonend abgegeben. Die Sauna bleibt bei regelmäßiger Nutzung kostengünstig und lange haltbar. Die Anschaffung ist dafür aber auch entsprechend kostenintensiv.
  • Im Normalfall bestehen die Saunen aus qualitativ hochwertigem zusatzfreiem Massivholz. Gute Modelle beginnen aus diesem Grund bei ca. 2000 Euro. Varianten mit einer niedrigen Holzstärke und ohne Ausstattung sind aber auch schon ab 1300 Euro erhältlich.

3. Outdoor-Sauna

Für den Außenbereich gibt es sowohl Saunen in Element- als auch in Massivholzbauweise. Beide Varianten verfügen über die bereits beschriebenen Vor- und Nachteile.

Hochwertige Saunen sind ideal für dein Wellness Hotel oder Luxus Appartments geeignet

Hochwertige Saunen sind ideal für dein Wellness Hotel oder Luxus Appartments geeignet

Der wichtigste Aspekt bei Outdoor-Saunen ist aber die Witterungsbeständigkeit. Das Dach muss mehrfach mit Bitumendachbahn abgedichtet sein und Gefälle oder eine Ableitung für das Regenwasser aufweisen. Vor dem Aufbau sollte ein Betonfundament gegossen werden.

  • Die äußere Holzverkleidung ist regelmäßig zu streichen. Daneben sind eventuell je nach Wohnort baurechtliche Vorschriften bei einer Outdoor-Sauna zu beachten.
  • Um die Privatsphäre sicherzustellen muss außerdem ein Platz gefunden werden, der vor der Einsicht geschützt ist. Einfache Varianten sind schon ab 1700 Euro erhältlich. Eine vollausgestattete Saune für den Außenbereich kann aber auch schnell Kosten von bis zu 7000 Euro erreichen.

4. Infrarotkabine

Die Infrarotkabine ist die perfekte Alternative zum Saunieren für alle, die Probleme mit zu hoher Hitze haben. Die Kabine wird bei dieser Art einer Sauna durch ein Infrarot-Flächenheizsystem auf maximal 50°C erhitzt. Das Heizsystem ist meist nicht sichtbar in den Wänden verbaut und funktioniert mit langwelligen Infrarot-C-Strahlen. Der entscheidende Vorteil dabei ist, dass die Erwärmung des Körpers sehr sanft erfolgt.

Die Infrarotkabine überzeugt des Weiteren durch die kompakten Maße und die Flexibilität. Sie kann mit einem Ofen ausgestattet und dann auf 45 bis 90°C erwärmt werden. Durch die ertragbare Wärme eignet sich diese Variante einer Sauna auch für Senioren und Kinder, da hier eine geringere Kreislaufbelastung hervorgerufen wird. Allerdings wird dadurch auch weniger geschwitzt und entschlackt. Bereits für 700 Euro sind gute Infrarotkabinen erhältlich.

5. Dampfdusche

Sehr kompakt ist die Dampfdusche. Diese Variante ist nicht größer als eine herkömmliche Dusche und kann damit auch im Badezimmer untergebracht werden. Diese Variante ist mit einer integrierten Heizeinheit versehen, wodurch austretendes Wasser verdampft werden kann. Per Knopfdruck entsteht so ein Dampfbad mit einer Raumtemperatur von 45 bis 50°C. Sogar die Luftfeuchtigkeit kann geregelt werden. Auch bei der Dampfdusche halten sich die Anschaffungskosten bei Basismodellen mit 700 bis 1500 Euro in erschwinglichen Grenzen.

10 Profi-Tipps zum Saunakauf

1. Die richtige Auswahl der Räumlichkeiten

Es gibt zwar für den Aufstellort einer Sauna keine baurechtlichen Vorschriften, dennoch sollten einige Gegebenheiten erfüllt sein. Im Außenbereich sollten nur Saunen aufgestellt werden, die ausreichend gegen das Wetter geschützt sind. Modelle für Innenräume sollten nur in regulär beheizten Räumen aufgebaut werden. Ein zu hoher Temperaturunterschied zwischen einer Sauna und einem unbeheizten Kellerraum würde ansonsten die Feuchtigkeitsbildung in der Luft fördern und langfristig für Schäden an den Raumwänden und der Saunakabine sorgen.

2. Berechnung des Platzbedarfs

In der Produktbeschreibung wird immer genau angegeben, wieviel Platz eine Saunakabine benötigt. Des Weiteren sind sowohl bei Innen- als auch bei Außen-Saunen gegen Feuchtigkeitsstau Sicherheitsabstände zu der Decke und den Raum- bzw. Außenwänden einzuhalten. Die sollten jeweils mindestens 10 cm betragen. Bei Massivholzsaunen ist zusätzlich zu beachten, dass diese höchstens mit zwei Seiten an die Raumwände angrenzen sollten.

3. Anschlüsse für den Saunaofen

Elektrische Saunaöfen werden über die normale Haussteckdose mit einer Spannung von 230 Volt betrieben. Für Öfen mit einer höheren Spannung wird ein Starkstromanschluss benötigt. Diesen muss ein Fachmann legen. Bei Holzöfen ist zwar kein Stromanschluss, dafür aber ein Rauchabzug ins Freie notwendig. Um die nötige Größe des Rauchabzugs zu bestimmen, sollte ebenfalls ein Experte hinzugezogen werden.

4. Das ist bei der Optik zu beachten

Die Außenwände von Systemsaunen können durch die Sandwichbauweise beliebig gestaltet werden. Möglich sind beispielsweise Fliesen oder lackiertes Holz. Lacke und Farben können durch die große Hitze im Inneren verdampfen, daher kann die innere Holzoberfläche nicht behandelt werden.

5. Der richtige Zweck der Sauna

Es gibt verschiedene Varianten des Saunierens. Aus der Zusammenstellung von Ofen und Kabine ergibt sich, wie hoch die Temperaturen erhitzt werden können und welche Schwelle die Luftfeuchtigkeit erreichen kann. Sehr gut isolierte Kabinen und leistungsstarke Öfen können sehr hohe Temperaturen erzeugen. Die Luftfeuchtigkeit kann umso stärker erhöht werden, je mehr Saunasteine verwendet und je mehr Aufgüsse gemacht werden. Die folgenden Varianten sind am beliebtesten:

  • Finnische Sauna: 80 bis 95° C mit 5 bis 10 % Luftfeuchtigkeit
  • Türkisches Bad: 40 bis 50° C und etwa 95 % Luftfeuchtigkeit
  • Russisches Banja: über 100° C bei annähernd 100 % Luftfeuchtigkeit
  • Dampfsauna: 40 bis 60° C bei 40 bis 60 % Luftfeuchtigkeit
  • Niedrigtemperatur-Sauna: 45 bis 60° C bei 10 bis 20 % Luftfeuchtigkeit

6. Dieses Zubehör ist zu empfehlen

Alles was in die Sauna mitgenommen werden soll, muss hohen Temperaturen standhalten. Inzwischen gibt es zahlriech Gadgets, angefangen vom Musikhören über den Duft ätherischer Öle bis hin zu farbigen Lichtern, die eine besondere Wohlfühlatmosphäre erzeugen. Das Zubehör für die Sauna ist immer mit einer Temperaturangabe versehen, die zwingend eingehalten werden sollte. Im Lieferumfang der Sauna enthaltenes Zubehör wie Nackenstützen oder Liegen sind auf das jeweilige Modell ausgelegt und können bedenkenlos verwendet werden. Aufgüsse sollten stehts mit expliziten Düften für die Sauna gemacht werden. Andere Öle oder Duftstoffe könnten die Schleimhäute beim Inhalieren stark reizen.

7. Selbstmontage vs. Aufbau vom Profi

Einige Modelle können als Bausatz erworben werden. Hier ist allerdings handwerkliches Geschick gefragt. Aus Sicherheitsgründen müssen Rauchabzüge und Starkstromanschlüsse vom Fachmann erledigt werden. Bei Außensaunen werden ein festes Betonfundament und fall eine Elektro-Ofen verwendet wird regengeschützte Anschlüsse notwendig.

8. Glas für die Sauna

Sind bei der Sauna standartmäßig Glaselemente verbaut, sind dies für entsprechend für die hohen Temperaturen in der Kabine ausgelegt. Die Hitze kann durch die Glaselemente jedoch leichter entweichen. Dadurch entsteht zum einem ein höherer Heizaufwand. Zum anderen wird die Hitze durch das Glas merklich abgestrahlt. Viele Saunaliebhaber empfinden dies als sehr unangenehm. Wer damit jedoch umgehen kann, erhält durch die Glaselemente einen schönen Ausblick und Tageslicht in der Kabine.

9. Daran ist eine hochwertige Kabine zu erkennen

Holzarten wie kanadischer Hemlock oder norwegische Fichte werden typischerweise für besonders hochwertige Saunakabinen verwendet. Da diese sehr langsam wachsen, verfügen sie über eine hohe Materialdichte sowie einen niedrigen Harz-Gehalt und wenig Äste. Die Wärme kann dadurch schön gleichmäßig abstrahlen. Bei Liegen wird gern auf weiches und damit bequemes Espenholz gesetzt.

Unbehandelte Wände von Massivholz- und Systemsaunen sollten mindestens eine Stärke von 38 mm aufweisen, sowie mit Stecksystemen oder Federn und Nuten ausgestattet sein. Dadurch wird die Statik der Konstruktion verbessert und die Montage vereinfacht. Bei den meisten Bausätzen sind als Zubehör Ofenschutzgitter und Liegen enthalten.

10. Eigenschaften eines hochwertigen Ofens

Die Korrosionsbeständigkeit der verwendeten Materialien eines Saunaofens ist maßgebend für dessen Qualität. Dies lässt sich sehr leicht an den Heizstäben erkennen. Dabei wird oft auf Edelstahl gesetzt. Elektrische Öfen sollten über eine bedienfreundliche Steuerung verfügen.

Bei Holzöfen muss ein herausnehmender Aschebehälter vorhanden sein. Des Weiteren ist auf das Fassungsvermögen zu achten. Die Anzahl der Saunasteine nimmt direkten Einfluss auf die erreichbare Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

#Sauna #Aufguss #Wellness – Die 5 VERRÜCKTESTEN Saunen der Welt | taff | ProSieben

David Reisner

David Reisner

Hier auf holzgefertigt.com präsentiere ich (David Reisner) hochwertige Produkte aus Holz wie Saunen, Gartenhäuser, Spielzeug und Neuheiten und Ideen rund um Holz. Ich interessiere mich für schöne und elegante Lösungen aus Holz und beschäftige mich mit meinen Themenseiten neben dem Interesse für Produkte aus Holz mit Finanzen, Musik, Veranstaltungen und Sport. Privat reise ich gerne, schwimme oder genieße die Ruhe in der Sauna oder erlebe die Natur. Auch für gutes Essen und Genuss bin ich jederzeit zu haben.

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