Terrassen Ratgeber – Terrasse montieren – Montage Tipps, Werkzeug, Anleitung, Kosten

Bild: Wenn die neue Terrasse fertig ist, kannst du diese optimal mit Freunden genießen!

Gefällt die alte Terrasse nicht mehr, wird es Zeit, sich über eine neue Terrasse Gedanken zu machen. Interessant, modern und zeitgemäß sind Terrassen aus Holz oder WPC, welches eine Holzoptik bietet. Mindestens genauso interessant ist die Möglichkeit, diese in Eigenregie zu montieren. Wer also etwas handwerkliches Geschick an den Tag legt und die nötigen Werkzeuge besitzt, der kann so einiges an Geld sparen, wenn die Terrasse selbst aufgebaut wird.

In diesem Ratgeber zum Thema Terrasse dreht sich alles um das Thema „Montage“ – inklusive Tipps und Anleitung zu den notwendigen Schritten, Werkzeug und Details. Hier erfährst du alles notwendige rund um deine neue Terrasse wie Vorbereitung des Untergrunds, Unterkonstruktion, Verlegung von elektronischen Anschlüssen und deren Planung, die Montage der Terrassendielen sowie die Verblendung der Terrassenkanten. Informiere dich jetzt im umfassenden Ratgeber.

Planung der neuen Terrasse

  • Wenn Sie sich für eine neue Terrasse entschieden haben, muss diese erst einmal geplant werden. In diesem Fall ist es natürlich erst einmal sinnvoll, wenn Sie wissen, welche Ausführung Sie bevorzugen – wie etwa eine aus Holz oder vergleichbar.
  • Dies ist wichtig, um überhaupt abschätzen zu können, inwiefern diese aufgrund der Bauhöhe überhaupt in Betracht kommt. Dies bezieht sich beispielsweise auf die Übergänge zur Terrassentür, Treppenstufen zum Garten hin oder Ähnliches.

Ebenso sollte überlegt werden, wie groß die neue Terrasse überhaupt werden soll. Ebenfalls zu bedenken ist beim Entfernen der alten Terrasse auch, dass Sie eventuell einen Container benötigen.

Falls Sie noch Strom für eine Außenbeleuchtung, einen Springbrunnen oder Elektrogrill und gegebenenfalls ein Regenwasser-Abflusssystem einplanen sollten, können im Anschluss sodann alle Materialien beschafft werden. Zum Kürzen der Teile auf die richtige Länge und Schräge empfiehlt sich eine Kappsäge – sollten Sie keine besitzen, so können Sie sich eine bei Bekannten oder im Baumarkt ausleihen.

Des Weiteren werden Sie noch folgende Werkzeuge benötigen:

  • Akkuschrauber
  • Betonbohrmaschine
  • Hammer und Gummihammer
  • Cuttermesser
  • Eimer
  • Stichsäge
  • Zollstock
  • Maurerkelle
  • Richtlatte
  • Richtschnur
  • Schubkarre
  • Abstandshalter
  • Maurerwinkel

Für den Fall, dass Sie ein Fundament erstellen oder erweitern müssen, sollte Sie noch bereithalten:

  • Rüttelplatte (Unsere Empfehlung: Diese kann man ausleihen)
  • Spaten und Schaufel

Alte Terrasse entfernen

Nun wird erst einmal die alte Terrasse entfernt. Handelt es sich dabei um eine aus Holz, wird das Beseitigen recht schnell gehen. Sollte Platten einfach in Estrich liegen, ist das ebenfalls kein sonderlicher Aufwand. Falls Platten in einem Kleber verlegt wurden, könnte es eventuell etwas aufwendiger sein, diese zu entfernen.

Je nach Größe der alten Terrasse und das Material, welches zusätzlich beseitigt werden muss, wird wahrscheinlich ein Container nötig sein, um alles zu entsorgen. Achten Sie darauf, dass dieser bereitsteht, damit Sie alles gleich in diesen entsorgen können – so liegt ihnen nichts in Weg und Sie verfügen für die neue Terrasse über einen sauberen Arbeitsplatz.

Untergrund für die neue Terrasse vorbereiten

Sollte der Untergrund bereits ein Fundament sein, so sollte dieses von Unebenheiten des alten Belages befreit und gut gereinigt werden. Kleine Unebenheiten können im Anschluss daran mit einer Ausgleichsmasse geebnet werden. Dies geht schnell und verschafft Ihnen eine gute Basis, die Unterkonstruktion aufzubauen.

Ist kein Fundament vorhanden beziehungsweise muss eins erweitert werden, so müssen Sie den Untergrund mit einem Rüttler entsprechend vorbereiten. Ist dies erledigt, geht es weiter mit der Verschalung des Bereichs, welcher betoniert werden muss und dann können Sie mit dem Anrühren des Betons beginnen. Planen Sie am besten gleich noch ein leichtes Gefälle von zwei Zentimeter pro laufender Meter ein, damit Regenwasser auch gut ablaufen kann.

Ist die Fläche jedoch groß, ist es eventuell ratsam, einen Betonmischer zu bestellen, der Ihnen alles fertig anliefert. Dies spart Zeit und Schlepperei von Zementsäcken und Sand, einiges an Dreck und unter Umständen auch noch Geld. Je nach Beton müssen Sie einige Tage bis Wochen warten, bis die Betonplatte richtig ausgehärtet und belastbar ist. Sobald sie belastbar ist, kann es weiter gehen mit der Arbeit.

Alternativ kann statt einer Betonplatte auch ein Schotter-Kies-Fundament angelegt werden. Auf dem Schotter und Kies werden sodann Gehwegplatten verlegt, die als „Betonplatte“ beziehungsweise als Befestigung der Unterkonstruktion dienen. Sollten Sie sich für Schotter-Kies entscheiden, so vergessen Sie nicht, ein Unkrautvlies auszulegen, damit Ihnen das Unkraut später nicht durch die Terrassendielen rauswächst. Was für Sie nun infrage kommt, ist von Ihrer Bodenbeschaffenheit abhängig und ob Sie bereits über ein Betonfundament verfügen.

Sollten Sie Stromleitungen unterhalb der Terrasse verlegen wollen, so planen Sie die Stellen ein, wo die Leitung in gegen gesetzter Richtung der späteren Unterkonstruktionsbalken verlaufen. Dazu können sie Spuren im Beton einplanen, worin dann später die Leitungen verlegt werden.

Bei der Montage der Unterkonstruktion auf Gehwegplatten ist dies nicht nötig, da die Platten über genügend Höhe verfügen, die Leitungen darunter zu verlegen.

Unterkonstruktion für die Terrasse aufbauen

Unabhängig davon, ob Sie sich jetzt für ein Schotter-Kies-Fundament oder ein Betonfundament entscheiden, wird nun die Unterkonstruktion geplant und montiert. Bei einer Betonplatte verlegen Sie erst einmal die Außenbereiche der neuen Terrasse. Damit diese gerade wird, arbeiten Sie am besten mit einem Maurerwinkel. Auf Länge geschnitten werden die Balken mit der Kappsäge. Lassen Sie immer etwa drei Millimeter Abstand zu den Unterkonstruktionsbalken, falls diese verlängert werden müssen – dies dient dem Zweck der Dehnung.

Sollten Sie die Unterkonstruktion auf den Gehwegplatten montieren wollen, so ist diese in jeder einzelnen Platte zu befestigen.

Der Abstand der Unterkonstruktionsbalken ist wiederum vom Hersteller abhängig – liegt aber für gewöhnlich zwischen 40 und 60 Zentimeter. Die Balken werden des Weiteren auf Unterlegpads verschraubt – diese dienen als Abstandshalter zum Fundament oder zu den Gehwegplatten, damit sich keine stehende Nässe bildet.

Die Unterkonstruktionsbalken können hervorragend mit Schrauben und Dübel befestigt werden. Anziehen können Sie die Schrauben am besten mit einem Akkuschrauber. Je nachdem, welcher Abstand die Unterkonstruktionsbalken vorweisen, wird in der Mitte eventuell der Abstand kleiner oder größer sein. An dieser Stelle werden sodann eventuell zwei Konstruktionsbalken nebeneinanderliegen, was jedoch egal und später ohnehin nicht mehr zu sehen ist.

  • Sollten in einer Reihe zwei Dielen aufeinandertreffen, so sind an dieser Stelle unbedingt zwei Unterkonstruktionsbalken zu montieren. So wird das Ende der einen und der Anfang der anderen Diele jeweils auf einen Konstruktionsbalken befestigt.
  • Sollten in einer Reihe zwei Unterkonstruktionsbalken aufeinandertreffen, so verstärken Sie diese Stelle durch einen zweiten Balken.

Anschlüsse verlegen

Sind Anschlüsse geplant, so ist nun der richtige Zeitpunkt, diese zu verlegen. Dazu können jetzt Kabelrohre verlegt werden, die flacher sind als die Höhe der Unterkonstruktionsbalken. Dies ist wichtig, damit die Dielen später nicht auf die Rohre, sondern auf die Befestigungsbalken aufliegen.

Müssen Leitungen in entgegengesetzter Richtung der Konstruktionsbalken verlegt werden, so können die an dieser Stelle dort verlegt werden, wo Sie bereits in Vorfeld die Spuren dazu eingeplant haben. Wenn die Unterkonstruktion hingegen auf Gehwegplatten befestigt sind, legen Sie die Leitungen einfach unterhalb der Balken – durch die Gehwegplatten verfügen Sie dort über genügend Luft.

Neue Terrassendielen montieren

Als Erstes werden die Dielen mit der Kappsäge auf die richtige Länge gesägt. Vergewissern Sie sich vorher, dass die Abstände auch überall gleich sind, damit Sie keine zu kurzen Dielen sägen. Sind sie zu lang, kann gekürzt werden – sind sie zu kurz, kann dahin gehend nicht mehr korrigiert werden. Für die Befestigung der Terrassendielen eignen sich besonders gut Klammern, da diese nicht sichtbar sind. Die Alternative wäre die Befestigung der Dielen mit Schrauben, die durch die Dielen gehen, jedoch sind diese danach sichtbar – die Klammern jedoch nicht.

Angefangen wird erst einmal damit, die Abschlussleisten zu befestigen. Hierbei ist darauf zu achten, dass ein Abstand von zwei Zentimetern zur Hauswand eingehalten wird. Die Profile werden so verschraubt, dass die Schrauben vollständig versenkt sind. Dies ist wichtig, damit die Dielen später nicht auf die Schrauben aufliegen.

Ist dies erledigt, folgen die eigentlichen Terrassendielen. Angefangen wird in diesem Fall sodann an der Hauswand. Auch diese erhalten einen Abstand von 0,5 bis 1 Zentimeter zueinander, damit sie sich dehnen können. Um den gewünschten Abstand zu erhalten, können spezielle Abstandshalter verwendet werden, die nach der Befestigung wieder entfernt werden. Sind Sie bei der letzten Diele angekommen, kann es gut sein, dass diese im langen Weg zurecht gesägt werden muss. Dazu eignet sich sodann eine Stichsäge.

Terrassenkanten verblenden

Damit Sie die Unterkonstruktion von der Seite her nicht sehen können, sollte diese noch verblendet werden. Dazu wird einfach eine Diele mit etwas Abstand an der zu verblendenden Stelle gelegt und die Höhe unterhalb der Dielen eingezeichnet. Diese wird dann mit einer Hand- oder Stichsäge gekürzt und sodann an die Unterkonstruktion verschraubt.

Kosten einer Terrasse – Wieviel kostet eine Holz oder WPC Terrasse?

Der Preis einer Terrasse aus Holz oder WPC variiert, da dies eine Frage des Herstellers und der Qualität des Materials ist. Ebenso zu berücksichtigen ist die Gesamtfläche der Terrasse, und ob Sie nun die Arbeiten allein verrichten oder einen Handwerker damit beauftragen.

Rechnet man jedoch die reinen Materialkosten, so kann mit einem Startpreis von 45 bis 55 EUR pro Quadratmeter gerechnet werden – je nach Art des Holzes kann dies jedoch auch bis zu 120 EUR pro Quadratmeter kosten. Darin enthalten sind dann das Material der Unterkonstruktion, die Stellfüße oder Abstandshalter der Unterkonstruktion, die Schrauben und Klammern sowie die Abschlüsse, Dichtungen etc.

Nicht darin enthalten sind die Materialkosten, die anfallen, um das Fundament zu erweitern oder vollständig neu aufzubauen. Containerkosten sind ebenfalls nicht mit inbegriffen. Am besten lassen Sie sich einige Angebote unterbreiten, sobald Sie eine Vorstellung dahin gehend haben, wie groß die Terrasse werden soll und welches Material Sie bevorzugen.

David Reisner

David Reisner

Hier auf holzgefertigt.com präsentiere ich (David Reisner) hochwertige Produkte aus Holz wie Saunen, Gartenhäuser, Spielzeug und Neuheiten und Ideen rund um Holz. Ich interessiere mich für schöne und elegante Lösungen aus Holz und beschäftige mich mit meinen Themenseiten neben dem Interesse für Produkte aus Holz mit Finanzen, Musik, Veranstaltungen und Sport. Privat reise ich gerne, schwimme oder genieße die Ruhe in der Sauna oder erlebe die Natur. Auch für gutes Essen und Genuss bin ich jederzeit zu haben.

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